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Coburg
Donnerstag, 4. Februar 2010 06:27

Coburg verschläft seine Chance

Hier lesen Sie den offenen Brief von Siegfried Ueblacker an die Stadt - und hören eine Reaktion der Stadt Coburg.

Offener Brief an eine Stadt von Siegfried Ueblacker

Coburg - Eine Stadt verschläft ihre Chancen

Die Geschichte der Stadt Coburg und des Coburger Landes ist historisch so ungeheuer ereignisreich, dass man sich fragt:
Warum wird dieses phantastische Potenzial nicht für die touristische Positionierung und Werbung genutzt? Denn Coburg könnte ein touristischer „Welthit“ sein. Einige Beispiele:

Das „Coburger“ Weltreich Königin Viktoria regierte ein Weltreich. Ihr Ehemann– der Coburger Prinz Albert - übte wesentlichen Einfluss auf die Politik Großbritanniens aus. Liberaler Coburger Geist beeinflusste einst die ganze Welt. Prinz Albert ist noch heute in England hochgeachtet. Er war Coburger

Das House of Coburg Bis 1917 war das Name des englischen Königshauses: „House of Cobourg“

Die Coburger Heiratspolitik In dem Buch “Die Frauen aus dem Hause Coburg“ schreibt die Autorin: „Den Töchtern aus dem Hause Coburg gelangen die besten Partien auf dem europäischen Heiratsmarkt. Ihre Schönheit, ihre Klugheit waren das Kapital der Herzöge. Dank einer geschickten Heiratspolitik waren die Coburger bald mit führenden Herrscherhäusern Europas und der Welt verwandt.

Die „Coburger „ Kaiser, Könige und Zaren Coburger Prinzen und Prinzessinnen und deren Nachkommen saßen auf europäischen Thronen oder hatten eine direkte Verbindung:

Die Kaiserhäuser von Deutschland, Österreich, Brasilien und Mexiko.

Die Königshäuser von Großbritannien, Belgien, Griechenland, Norwegen, Schweden, Dänemark, Rumänien, Spanien, Portugal, Italien und Jugoslawien

Zarenhäuser von Russland und Bulgarien


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In allen diesen Ländern hat Coburg einen guten Ruf. Millionen geschichtsbewusster Bewohner sind als Touristen ansprechbar und könnten willkommene Gäste sein.

Die Provinz Alberta ist eine große Provinz in Kanada(Hauptstadt Edmonton). Sie wurde -über seine 4.Tochter Louise Caroline Alberta - benannt nach Prinz Albert aus Coburg

Die Royal Albert Hall Einer der schönsten und bedeutendsten Konzertsäle der Welt ist die Royal Albert Hall in London. Benannt nach Prinz Albert aus Coburg

Das Palais Coburg Das Palais Coburg in Wien ist das (vermutlich) beste 5 Sterne Hotel in ganz Österreich erbaut von Prinz Ferdinand - einem Coburger.

Sein Sohn Ferdinand wurde König von Portugal; sein Enkel Ferdinand König von Bulgarien.Beide waren Könige aus Coburg

Johann Strauß Der „Coburger Staatsbürger“ Johann Strauß – welch eine faszinierende Story. Richard Wagner war auch kein Bayreuther und Friedrich Schiller kein Rudolstädter - aber was haben diese Städte aus ihrem Gastbürger-Kapital gemacht.

Nachbarstadt Bamberg Während Bamberg jährlich bis zu 2 Millionen Besucher erwartet, schläft das „touristische Coburg“ mit einer ähnlich guten Background-Story untätig vor sich hin. Die Coburger können auf ihre Geschichte stolz sein. Offensichtich aber sind Gäste aus aller Welt unerwünscht.

„Ein Herzogtum macht Weltgeschichte“ Mit dem „Herzogtum Coburg“ und diesem Slogan wurde vor 30 Jahren - im Februar 1980 – in einer gemeinsamen Sitzung von Stadtrat und Kreistag ein Marketing-Konzept verabschiedet, das die phantastische Geschichte Coburgs als Alleinstellungsmerkmal herausstellt. Der Slogan hat mittlerweile sogar in der Literatur Eingang gefunden. Nicht aber in Coburg. Es hätte der Startschuss in eine große touristische Zukunft werden können.




3

30 Jahre Stillstand Nichts ist inzwischen geschehen. Coburg ist offensichtlich mit dem Dornröschenschlaf zufrieden. Eine Veste und 2 Großunternehmen genügen doch. Wer braucht schon Scharen von Herzogtum-Gästen, für deren Betreuung hunderte neuer Arbeitsplätze im Gast – und Hotelgewerbe entstehen könnten?

Die Förderer resignieren. Coburg schläft – touristisch gesehen - weiter. Millionen Engländer, Amerikaner, Kanadier und Gäste aus dem Commonwealth und aus aller Welt würden sicher gerne diese große Historie besuchen.

Eine moderne Stadt wie London ist stolz auf ihre Geschichte und die Royals. Schämt sich Coburg seiner Geschichte als Herzogtum?

Geradezu verschämt wird auf der Coburger Homepage unter dem versteckten Stichwort „Geschichte“ auf diese hingewiesen.

Welcher Gast interessiert sich für eine Stadt, die mit einem nebulösen Begriff „Werte und Wandel“ versucht ein Image aufzubauen, während die großen internationalen Städte ihre Geschichte herausstellen?

In aller Welt hat die Geschichte dieser Stadt einen legendären Ruf.
Aber gibt es diese Stadt auch wirklich? Kann man sie auch besuchen?

Coburg macht nichts daraus. Schämt sich das Stadt-Management seiner großartigen Vergangenheit.

Es gibt offensichtlich 2 unterschiedliche Coburg:.

Das Eine mit der leuchtend weltberühmten Geschichte und das Andere; das „Werte und Wandel - grau in grau Coburg“. Die Werte existieren.


Die Stadt Coburg hat sich zum offenen Brief von Siegfried Ueblacker geäußert. Dazu Stefan Hinterleitner:

OTON

Auch im Logo des Tourismus Coburg spielt das Herzogtum eine große Rolle, heißt es aus der Stadtverwaltung - hier ist zu lesen: "Herzogtum Coburg - Werte und Wandel"

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.coburg-tourist.de



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